Der Eichenprozessionsspinner

 

 

 

 

Nest an Eiche!

Larve Eichenprozzesionsspinner

 

 

Falter nach dem Schlüpfen!

Der Eichenprozessionsspinner gehört zur Ordnung der Schmetterlinge und ist einer von 100 insgesamt bekannten Arten der Prozessionsspinner. Er fliegt nachtsüber in der Zeit vom Juli bis zum September. Er hält sich nestartig in Familienverbänden auf; woher auch sein Name kommt, da die Raupen sog. Prozessionen (Kolonnen) bilden, welche länger als

10 Meter sein können. Vom Aussehen her erscheint er eher unscheinbar. Er besitzt graue Vorderflügel mit schwach ausgeprägten Querlinien und weißgraue Hinterflügel, seine Flügelspannweite ist 25mm. Auf der Rückenlinie hat der Eichenprozessionsspinner rotbraune, langbehaarte Warzen.

Wenn Menschen in Berührung mit diesen Brenn- haaren kommen, hat dies gesundheitliche Folgen. Außerdem werden die Bäume bei mehr- maligem Befall vom Absterben bedroht.

 

Wo hält er sich auf?

 

Er hält sich besonders gern in warm-trockenen Regionen auf und bevorzugt Einzelbäume oder Waldränder. Er befällt Stiel-, und Traubeneichen und manchmal auch amerikanische Roteichen und ist dort vorzugsweise im oberen Kronenbereich vertreten. Das Weibchen legt dort ungefähr 150 ca. 1mm große weiße Eier ab, die Gelege werden mit grauen Afterschuppen und Sekreten getarnt. Die Nester sind bis zu einem Meter lang. Der Eichenprozessionsspinner bevorzugt Einzelbäume, hält sich aber nach einer Massenvermehrung auch gerne in großen geschlossenen Waldgebieten auf. Sein Vorkommen ist hauptsächlich in Zentral- und Südeuropa. Seit Mitte der 90er hat sich sein Vorkommen in Deutschland enorm erhöht.

 

Wie entwickelt er sich?

 

Insgesamt durchläuft der Eichenprozessionsspinner fünf bis sechs verschieden Entwicklungsstadien bis zur Verpuppung, welche insgesamt 66 bis 87 Tage dauern. Der Embryo beginnt sich ab Herbst zu entwickeln und schlüpft ab Mai des folgenden Jahres, die Nester bleiben erhalten, sodass auch von diesen weiterhin eine Gefahr ausgeht. Ungefähr einen Monat später folgt die Bildung der Gifthaare, während dieser Zeit fangen sie auch an, Nester am Stamm oder den Ästen einer Eiche zu bilden. Später, nach der ersten Häutung sind sie grau und haben eine dunkle Rückenlinie und lange, silbrige Haare. Die Brennhaare, die ca. 0,1 mm lang sind und wegen dem darin enthaltenen giftigen Eiweiß Thaumetopoein den giftigen und gesundheits- gefährdenden Teil seines Körper darstellen, werden erst ab dem dritten Raupenstadium ausgebildet. Die Anzahl der Haare nimmt mit jedem Entwicklungsstadium zu und sie haben am Ende um die 70000 Brennhaare. Tagsüber ziehen sie sich nun in Gespinstnester, die mit Kot und alten Larvenhäuten gefüllt sind, zurück und nachtsüber begeben sie sich auf Nahrungsjagd. Ab Juni/ Juli verpuppen sie sich dann und entschlüpfen nach ungefähr 3-5 Wochen schließlich. Von nun an fliegen sie nachts von Juli bis Anfang September. Da die Gespinstreste noch über Jahre am Baum erhalten bleiben, stellt der Befall auch nach dem Tod des Prozessionsspinners noch eine akute Gefahr für den Menschen dar.

 

Was sind die Symptome beim Menschen?

 

Gesundheitliche Gefahr besteht dann, wenn man direkten Kontakt zu den Raupen aufnimmt, also in Berührung mit ihnen kommt oder wenn Häutungsreste oder Brennhaare an der Kleidung oder den Schuhen hängen bleiben. Diese sind zuvor von der Eiche herabgefallen und haben sich durch Baumfällungen verteilt und sich dadurch im Unterholz und Bodenbewuchs angereichert. Die Gifthaare können außerdem bis zu hundert Meter weit mit dem Wind verweht werden und können so auch durch die Luft eingeatmet werden. Das Immunsystem jedes Menschen reagiert unterschiedlich und die Empfindlichkeit steigt pro Einzelkontakt.

Nachdem man also mit dem Eichenprozessionsspinner in Kontakt gekommen ist, sind meist folgende Symptome zu beobachten:

• Hautendzündungen mit starkem Juckreiz, Hautrötung, Quaddeln und Bläschen (vor allem an Hals und Gesicht)

• Begleitet mit typischen Krankheits- symptomen wie Schwindel, Schüttelfrost und Fieber

• Wenn das Gift ins Auge gelangt hat dies eine Bindehautentzündung zur Folge und im schlimmsten Fall sogar eine Hornhautentzündung wenn sich die Brennhaare durch die Hornhaut bohren

• Bei Einatmen der Haare kommt es zu Entzündungen im Rachenbereich

Die Effekte treten ca. 15-60 Minuten nach dem Kontakt auf, wobei sofort ein Arzt aufgesucht werden sollte. Die Krankheitsdauer beträgt 2 Tage bis zu 2 Wochen.

 

Wer ist gefährdet?

 

Menschen, die sich gerne im Wald aufhalten oder dort arbeiten

• Besucher von Freizeitanlagen

• Eichenbesitzer

• Direkte Anwohner zu betroffenen Waldgebieten

• Tiere, wenn sie die Brennhaare durch Nahrung mitaufnehmen

Während der Raupenfraßzeit ist die Gefahr am größten. Aber auch alte Gespinstnester und Raupenhaare stellen noch Jahre danach wegen ihrer langen Haltbarkeit eine Gefahr dar.

 

Natürliche Feinde ?

 

Der Eichenprozessionsspinner besitzt eine Vielzahl natürlicher Feinde. Einige entfalten ihre Wirkung erst nach mehreren Jahren der Massenvermehrung. Besonders wirksam sind Ei- und Raupenparasiten wie die Raupenfliegen aus der Familie der Tachinidae, deren Larven sich im Inneren des Wirtes entwickeln. Wichtigste räuberische Käferart ist der Puppenräuber. Seine Larven suchen ihre Beute im Raupengespinst, während der Käfer die freien Raupen attackiert. Der Kuckuck verspeist die behaarten Raupen trotz der Brennhaare. Sie zeigen bei ihm keine Wirkung, da er seine Magenschleimhaut mit den darin festsitzenden Haaren herauswürgen kann.

 

Was kann gegen eine Vermehrung unternommen werden?

 

Eine Entfernung kann zum Beispiel durch den Einsatz von Insektiziden durchgeführt werden, was nur vor dem 3. Larvenstadium sinnvoll ist. Erst nach einer sorgfältigen Schadensprognose und nachdem geprüft wurde ob die Bekämpfung mit dem Naturschutz und dem Wasserschutz vereinbar sind, darf diese durch ein fachkundiges Personal durchgeführt werden. Es ist immer eine Sondergenehmigung erforderlich, da diese Insektizide u.a. von der Luft aus verstreut werden, was in der EU normalerweise nicht erlaubt ist. Für die Bekämpfung kommt auch die Entfernung durch spezielle Absauggeräte in Frage. Dies ist aber sehr arbeits- und kostenaufwendig und nur bei der Entfernung von Altraupen wirksam.

Um vorbeugend den Eichenprozessionssinner zu bekämpfen, hat sich u.a. der Einsatz des Biozides NeemPro®tect bewährt.

Details zu diesem Mittel finden Sie unter http://www.trifolio-m.de/portfolio/neem-protect/

 

Was ist außerdem noch zu beachten?

 

Die befallenen Gebiete sollten großräumig abgesperrt werden und mithilfe eines Warnschildes gekennzeichnet werden, die Bevölkerung sollte über befallene Areale informiert sein. An sensiblen Plätzen, wie Kindergärten oder Spielplätzen sollten die Raupen und Nester professionell entfernt werden. Pflegemaßnahmen dürfen nur mit Körpervollschutz und Atemschutz durchgeführt werden.

 

Wie kann ich mich persönlich schützen?

 

Eine Bekämpfung darf nie auf eigene Faust durchgeführt werden, sondern man sollte immer den Rat von Fachleuten einholen. Die Problematik wird nur noch verschärft, wenn man zum Beispiel versucht sie durch Wasserstrahle zu entfernen. Wenn Sie einen Befall entdeckt haben, ist es sinnvoll das zuständige Forstamt darüber zu informieren, damit diese ein Warnschild anbringen können. Man kann außerdem folgende Dinge tun, um sich vor ihnen zu schützen:

•Raupen und Gespinste nicht berühren

•Befallene Areale meiden

•Sofort die Kleidung wechseln und(kalt) duschen und die Haare waschen

•Empfindliche Bereiche (Nacken,Hals, Unterarme) schützen

•Augen gut mit Wasser spülen

 

Sollten Sie Befall des Eichenprozessionsspinners bei Ihrer Eiche oder bei anderen Eichen vorfinden, melden Sie sich bitte umgehend entweder bei uns oder an der dafür zuständigen Stelle (Umweltamt, Forstamt)!

Vermeiden Sie selbstständiges Handeln. Sie gefährden damit sich und auch andere Personen!

 

Wir beraten Sie gerne und helfen Ihnen bei der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners.
 

Quelle: http://www.galabau-experte.de

 

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