Die Frühblüher unter den Bäumen und Sträuchern

Als Frühblüher gelten die Pflanzen, die früh im Jahr ihre Blüten öffnen und uns den Winter verkürzen. Sie erfreuen mit bunten Farben und läuten die warme Jahreszeit ein. Viele der Frühblüher bilden erst nach der Blüte die ersten Blätter. Dadurch haben sie anderen Pflanzen gegenüber einen beachtlichen Vorsprung. Sie brauchen für die Blüte die Reservestoffe des vergangenen Jahres auf. Fällt die Blüte aus, liegt es häufig am Wassermangel des letzten Sommers. Die Pflanze legt nicht viele Blüten an und lagert zu wenig Reservestoffe ein. Gießen Sie an heißen Tage im Sommer ihre Frühblüher, um für eine reiche Blüte im kommenden Frühling zu sorgen.

Die Plaume – Prunus domestica

Die Blüten der Pflaume erscheinen im März oder April kurz bevor die Blätter zum Vorschein kommen. Dadurch ist sie eine der ersten Bäume, die den Frühling ankündigen. Die Blüten sind strahlend weiß mit fünf Kronblättern und ungefähr zwanzig gelb leuchtenden Staubblättern. Sie sitzen wolkenartig zu Dolden zusammen. Die Pflaume ist ein echter Frühblüher und ein hervorragender Gartenbaum. Aus den vielen Sorten findet sich für jeden Garten die passende Größe und Wuchskraft. Ihre Früchte eignen sich gut für Marmelade, Gelee oder Mus. Auch im Obstkorb bieten Pflaumen im Herbst eine willkommene Abwechslung. 

Die Magnolie – magnolia soulangeana

Die früh blühende Tulpen-Magnolie ist in vielen Gärten zu finden. Sie erfreut bereits im April mit einer überwältigenden Blütenfülle. Erst nach der Blüte sprießen die Blätter des Baumes, wodurch er über Wochen hinweg rosarot bis pink erscheint. Seine Krone erreicht im Alter acht bis zehn Meter Durchmesser. Leider sind die Blüten extrem spätfrostgefährdet. Sie fallen bei Frost braun vom Baum. Auch Schnitt verträgt die Magnolie nicht gut. Ist ein Schnitt nicht notwendig, verzichten Sie ganz, um das Blütenmeer nicht einzuschränken. Um die Krone auszulichten oder einzukürzen entnehmen Sie immer ganze Äste. Schneiden Sie am besten nach dem Blattfall, um dem Baum keine Reservestoffe zu nehmen.

Die Kornelkirsche – cornus mas

Als eine der ersten öffnet die Kornelkirsche im März oder April ihr Blüten. Bereits vor der Forsythie, aber genauso gelb leuchten die zahlreichen Blüten und bieten Bienen ein frühes Buffet. Die Kornelkirsche wird bis zu acht Meter hoch und bildet keinen Stamm aus. Aus den Blüten bilden sich im Laufe des Sommers kleine, ovale Beeren aus. Die reifen Früchte sind knallrot und bilden mit den grünen Blättern im Herbst einen ebenso schönen Anblick wie ihre Blüte im Frühjahr. Als Marmelade oder roh sind sie sehr beliebt.

Die Kupfer-Felsenbirne – amelanchier lamarckii

Die Felsenbirne gehört zu den Rosengewächsen (Rosaceae). Ihre Blüten sind weiß, sternförmig und wachsen zahlreich in traubenartigen Blütenständen. Sie bilden einen schönen Kontrast zu den gleichzeitig austreibenden Blättern. Diese sind, wie der Name vermuten lässt, zu Beginn kupferfarben getönt. Ihren lateinischen Namen verdankt die Felsenbirne ihren kleinen Früchten. Im Französischen werden sie als amelanche bezeichnet. Dieses Wort stammt aus dem keltisch-gallischen und heißt „Äpfelchen“. Dabei erinnern die blauschwarzen Früchte Ende Juni eher an Blaubeeren. Die Früchte der Felsenbirne sind essbar und schmecken roh sowie in Marmeladen oder Kompott.

Die Forsythie – forsythia

Die Gattung der Forsythien erfreut ab Mitte März viele Gartenbesitzer. Die leuchtend gelben Blüten des Frühblühers zeigen sich vor dem ersten Blattgrün und sind somit ein echter Farbklecks zwischen den anderen Gartenpflanzen. Ihre Blüte zeigt den perfekten Zeitpunkt für den Rosenschnitt an. Die Forsythie ist anspruchslos, was sie auch für unerfahrene Gärtner zur optimalen Pflanze macht. Direkt nach der Blüte verträgt der Strauch einen starken Rückschnitt, da die Blütenknospen am letztjährigen Trieb sitzen. So kann sie über den Sommer wieder fleißig austreiben und einer reichen Blüte im kommenden Frühjahr steht nichts im Wege.

Die Weide – Salix

Die Weide blüht eher unscheinbar und ist doch wunderschön. Bereits im Februar erscheinen die flauschigen Kätzchen der Weide an den Zweigen. Im März/April blühen sie auf und bieten Bienen, Hummeln, Schmetterlingen, Schwebfliegen und vielen anderen eine wertvolle frühe Nahrungsquelle. Kein Wunder, dass die Weide erst nach der Blüte beschnitten werden soll. Die Weide kommt häufig an Ufern von Bächen und Flüssen vor und ist das ideale Auengehölz. Aber auch im Garten macht die schnell wachsende Baumart eine gute Figur. Falls es eine kleinere Variante sein soll, bieten sich Zuchtformen wie die Öhrchenweide oder die Wollweide an.

Die Haselnuss – corylus avellana

Die Haselnuss ist nicht für ihre Blüte bekannt. Wer den Haselstrauch genauer betrachtet, sieht jedoch wunderschöne, winzige Blüten. Bereits im Februar schieben sich aus den Blütenknospen zarte, rote Fäden. Sie erscheinen kurz nach den auffälligen, aber weniger farbenfrohen männlichen Kätzchen. Diese produzieren die Pollen. Der Wind sorgt für die Bestäubung und bringt manchen Allergiker im Frühling an seine Grenzen. Im Laufe des Sommers entwickeln sich aus den bestäubten Blüten leckere Haselnüsse, die im Herbst reif vom Strauch fallen.

Die japanische Zierkirsche – prunus serrulata

Sowohl die Sauerkirsche, als auch die Zierkirsche gelten als Frühlingsbote. Ihre rosarote Blütenpracht ist ein echter Hingucker im Vorgarten. In Japan, dem Ursprungsort der japanischen Zierkirsche, werden zahlreiche Kirschblütenfeste (Hanami) zum Frühlingsbeginn gefeiert. Jährlich informiert ein „Blütenkalender“ die Bewohner, wann die Blütenfront in den einzelnen Städten ankommt. Der Baum gilt als Bote für ein neues Jahr, steht für Fruchtbarkeit und das vergängliche, sich verändernde Leben.

Pflege für Frühblüher

Neben dieser Auswahl gibt es zahlreiche weitere früh blühende Bäume. Darunter zählen der Mandelbaum, die Kornelkische oder auch die Zierquitte. Was fast alle Frühblüher gemeinsam haben, ist die gute Schnittverträglichkeit. Die Blütenknospen sitzen immer am einjährigen Ast, weshalb es wichtig ist, den Rückschnitt direkt nach der Blüte möglichst früh im Jahr durchzuführen. Danach hat die Pflanze genug Zeit neu auszutreiben und Blütenansätze zu bilden. Allgemein sind Frühblüher eher pflegeleicht. Sie gedeihen auf normalen Böden und brauchen selten Düngung. Genießen Sie den Frühlingsanfang in Ihrem Garten oder auf dem Balkon mit Ihrer ganz persönlichen Frühblüher-Mischung!

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